Montag, 25. Januar 2016

Rezension: "Der Scherbensammler" von Monika Feth



Autor: Monika Feth
Titel: Der Scherbensammler
Verlag: cbt
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 383
Preis: 8,95€
Bewertung: 5 von 5 Sternen

Um was geht es? 
Minas Vater, das Oberhaupt eines streng religiösen Zirkels, wird ermordet. Während Mina ins Fadenkreuz der Ermittlungen gerät, ist Jette von ihrer Unschuld überzeugt. Auf der Suche nach dem wahren Täter begibt sie sich selbst in tödliche Gefahr …

Meine Meinung: 
Dieses Buch gefällt mir wieder um einiges besser als der Vorgänger! Mehr Spannung, mehr Handlung und vor allem ist bis kurz vor Schluss offen, wer denn nun wirklich der Täter ist. Interessant wird die Geschichte durch Mina, denn sie leidet unter einer dissoziativen Persönlichkeitsstörung. Ein interessantes Thema für Leute, die sich für Psychologie interessieren, aber auch toll um Spannung in das Buch zu bringen. Ich habe ein bisschen gebraucht, um mich einzufinden und zu verstehen, dass es sich um ein und dieselbe Person handelt, wenn von Mina bzw. ihren verschiedenen Charakteren gesprochen wurde. Aber ich finde gerade, dass man nicht direkt alles durchschaut, gibt dem Ganzen das Interessante. Dadurch bleibt es wirklich bis zum Ende spannend. Und ich habe bis etwa 10, maximal 20 Seiten vor Schluss gerätselt (und auch gehofft) wer der Täter ist. Man hat ja immer jemanden in Verdacht und meiner hat sich auch bestätigt, aber es war wirklich nicht eindeutig. Wer von dem zweiten Teil der Jette-Thriller auch ein wenig enttäuscht war, dem kann ich nur sagen: Lest den dritten, es lohnt sich!
Jettes Mutter nervt mich wohl immer noch. Eigentlich ist sie eine sympathische Frau, wenn sie nicht so an ihrer Tochter klammern und sich so selbst bemitleiden würde. Das kann ich einfach gar nicht ab. Den Kommissar finde ich echt super, bis auf die Tatsache, dass er mir mit seiner Frau auf die Nerven geht. Ich hoffe, dass sich beide Themen in den folgenden Büchern noch legen werden.
Das einzige, was mich am Schreibstil von Monika Feth stört, sind die Ausdrücke "der Vater" und "die Mutter". Mag sein, dass das beabsichtigt ist, um eine gewisse Distanz zu symbolisieren, vielleicht aber kommt sie auch einfach aus einer Region, in der es üblich ist, das so zu sagen. Ich jedenfalls mag diese Ausdrucksweise überhaupt nicht. Ansonsten mag ich die Art, wie sie schreibt, sehr gerne. Auch die verschiedenen Perspektiven in den einzelnen Kapiteln, so dass man einen Eindruck von (fast) jeder involvierten Person bekommt.
Wie schon gesagt, dieser Teil lohnt sich wirklich wieder. Nach dem zweiten hatte ich ein wenig Angst, dass die Reihe vielleicht doch nichts für mich ist, aber jetzt bin ich wieder voll dabei :)

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