Sonntag, 10. Januar 2016

Rezension: "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen

Hallo ihr Lieben!

Ich habe es endlich geschafft und "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen beendet. Ich traue mich bald gar nicht, meine Meinung zu so einem hochgelobten Klassiker kundzutun, dennoch werde ich mich dazu äußern.



Autor: Jane Austen
Titel: Stolz und Vorurteil
Originaltitel: Pride and Prejudice 
Übersetzt aus dem Englischen von: Ursula und Christian Grawe
Verlag: Reclam
Format: Gebunden
Seitenzahl: 480 (inkl. Nachwort und Anmerkungen)
Preis: keine Angabe, da in einem Schuber gekauft
Bewertung: 3 von 5 Sternen

Um was geht es? 

Mr und Mrs Bennet müssen nicht weniger als fünf Töchter möglichst vorteilhaft unter die Haube bringen. Die kluge und stolze Elizabeth erweist sich dabei als Problemfall. Um Aristokratenstolz und bürgerliches Vorurteil dreht sich ein wild wirbelndes Heiratskarussell.

Meine Meinung: 

Es ist wirklich schwierig, zu einem Klassiker seine Meinung abzugeben. Ich werde mich hüten, ein solches Buch zu kritisieren, dafür habe ich im Allgemeinen zu wenig Ahnung von Klassikern. Da das auch der erste ist, den ich freiwillig (und nicht durch Schulzwang) gelesen habe, habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten um zu sagen "das Buch war gut/schlecht". Natürlich ist die Sprache gewöhnungsbedürftig, aber nicht so schlimm wie erwartet. Shakespeare finde ich da weitaus schlimmer (wie gesagt, "Stolz und Vorurteil" habe ich freiwillig gelesen). Man findet sich relativ schnell ein. Mehr Probleme hatte ich, mich in die Geschichte einzufinden. Ich denke, in dem Fall ist es einfach eine Geschmackssache. Das Buch hatte für mich einfach zu wenig Spannung, da alles so offensichtlich und deutlich geschrieben wurde. Die Beziehung zwischen Elizabeth und Mr. Darcy ist mir zu kurz gekommen, angesichts der Tatsache, dass im Zusammenhang mit diesem Buch von nichts anderem gesprochen wird. Das Drumherum war wesentlich größer. Daher fiel es mir auch wirklich schwer, am Ball zu bleiben. "Gute" Bücher (wie gesagt, ich möchte nicht urteilen und habe keinen Klassiker zum Vergleich) verschlinge ich in der Regel innerhalb weniger Tage, je nachdem wie es die Zeit zulässt. Mit diesem Buch habe ich mich nun schon seit kurz vor Weihnachten abgekämpft und mein Bedarf an klassischen Büchern ist jetzt erst mal für eine Weile gedeckt, auch wenn ich unbedingt noch "Sturmhöhe" von Emily Brontë und "Der große Gatsby" von F. Scott Fitzgerald lesen möchte. Ich brauche jetzt aber erst mal wieder etwas leichtere, aufregendere Lektüre. Das Buch hat mich einfach wenig berührt. Ich brauche ein Emotionsfeuerwerk, um begeistert zu sein, was ich hier nicht vorweisen kann. 

Zum Abschluss kann man sagen, dass "Stolz und Vorurteil" für Leute, die diese Art Bücher lieben und gewohnt sind, sicher ein sehr tolles Werk ist. Für mich persönlich war es nicht das, was ich erwartet habe, aber vielleicht waren meine Erwartungen durch die ständigen Lobpreisungen auch einfach zu hoch. 

Schönen Sonntag euch!

Eure Lisa 

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