Montag, 22. Februar 2016

Rezension: "Die Rote Königin" von Victoria Aveyard


Autor: Victoria Aveyard
Originaltitel: Red Queen
Deutscher Titel: Die Rote Königin
Verlag: Carlsen
Format: Gebunden
Seitenzahl: 512
Preis: 19,99€
Bewertung: 3 von 5 Sternen

Um was geht es? 
Rot oder Silber – Mares Welt wird von der Farbe des Blutes bestimmt. Sie selbst gehört zu den niederen Roten, deren Aufgabe es ist, der Silber-Elite zu dienen. Denn die – und nur die – besitzt übernatürliche Kräfte. Doch als Mare bei ihrer Arbeit in der Sommerresidenz des Königs in Gefahr gerät, geschieht das Unfassbare: Sie, eine Rote, rettet sich mit Hilfe besonderer Fähigkeiten! Um Aufruhr zu vermeiden, wird sie als verschollen geglaubte Silber-Adlige ausgegeben und mit dem jüngsten Prinzen verlobt. Dabei ist es dessen Bruder, der Thronfolger, der Mares Gefühle durcheinander bringt. Doch von jetzt an gelten die Regeln des Hofes, Mare darf sich keine Fehler erlauben. Trotzdem nutzt sie ihre Position, um die aufkeimende Rote Rebellion zu unterstützen. Sie riskiert dabei ihr Leben – und ihr Herz …

Meine Meinung: ACHTUNG, evtl. SPOILER!
Puh... Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, geschweigedenn wie. Das Buch wird überall hochgelobt, alle lieben es. Ich weiß jetzt schon, dass mich vermutlich einige (wenn auch nur im Kopf) in der Luft zerreißen möchten, weil ich das etwas anders sehe.
Vielleicht habe ich einfach schon zu viele Bücher dieser Art gelesen. Vielleicht habe ich es zum falschen Zeitpunkt gelesen, zu einem, wo mir ein anderes Genre mehr zusagt. Vielleicht ist der Hype aber auch einfach zu groß. Vom Schreibstil her hat mir das Buch gefallen. Das einmal vorweg. Aber es konnte mich einfach nicht packen. Es hat mich kein bisschen berührt, und ich habe, wenn überhaupt, nur ganz zum Schluss ein wenig mitgefiebert, obwohl irgendwie sehr viele Dinge vorhersehbar waren. Zur Hauptfigur Mare... Ich finde diesen Namen abscheulich. Das ist schon mal das erste, worüber ich beim Lesen immer wieder gestolpert bin. Dann nervt mich ihre Naivität. Und ihr Selbstmitleid. Sie kann nichts, sie weiß nichts, sie ist schlecht in allem, sie ist nur gut für den Krieg. Mag sein, dass sie das Gefühl hat, wegen ihrer begabten Schwester, aber trotzdem ging es mir auf die Nerven. Und wie erwähnt, ihre Naivität, vor allem was Männer angeht. Ich hatte mal eine Freundin, die hat sich in jeden verliebt, der nett zu ihr war. Mare erinnert mich sehr an diese Freundin. Ich meine, Cal, sein Bruder Maven und irgendwie auch noch so ein bisschen ihr bester Freund Kilorn? Etwas zu viel des Guten. Außerdem vertraut sie jedem blind, obwohl sie genau weiß, dass sie das nicht tun sollte. Cals Zukünftige, Evangelina, ist auch so eine Figur, der ich die Augen auskratzen möchte. Nervtötend. Genau wie die Königin. Ich würde mich gerne mehr zu Maven äußern, aber dann würde ich doch zu viel verraten. Ich kann euch nur eins sagen: Ich hasse ihn. Cal ist eigentlich die einzige Figur in dem Buch, die mir einigermaßen sympathisch ist. 
Alles in allem hat es mir einfach an Spannung und ein bisschen an interessanten Charakteren gefehlt. Und an Emotion. Einer von Mares Brüdern stirbt, aber es berührt mich nicht, weil es so platt geschrieben ist irgendwie. Man kann direkt in Mares Kopf gucken, aber man merkt nicht wirklich, dass sie trauert. Es wird zwar mit Worten beschrieben, aber das Gefühl kommt einfach nicht an.

Trotzdem gab es drei Sterne von mir, weil die Geschichte an sich und halt eben der Sprachstil ganz gut sind. Aber es hat mich einfach nicht überzeugen und mitreißen können. Ich weiß auch noch nicht, ob ich mir den zweiten Teil zulegen werde. Man hat alles schon mal irgendwo gelesen. Was die "Fähigkeiten" angeht, finde ich dieses Buch vergleichbar mit den Büchern von Tahereh Mafi (Ich fürchte mich nicht, usw.).

Ich wünsche euch trotzdem einen guten Start in die Woche!

Eure Lisa

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