Samstag, 18. Juni 2016

Beinflussung

Hallo ihr Lieben!

Der heutige Blogpost dreht sich um das Thema Beeinflussung beim Lesen von Büchern. Häufig ist es mir schon passiert, dass ich diverse gehypte Bücher gelesen habe und den Hype absolut nicht nachvollziehen konnte. Woran mag sowas liegen?

Nun ja, zum einen habe ich tatsächlich häufig einen anderen Geschmack als die breite Masse. Nicht immer, aber doch immer öfter. Zum anderen kämen wir hier zum Hauptpunkt dieses Posts: Man hat so verdammt viele gute Rezensionen gelesen, so viel Werbung über das jeweilige Buch gesehen, dass man mit sehr hohen Erwartungen an die Geschichte geht. Und was passiert, wenn man sich viel verspricht? Richtig. Wie das im Leben nun mal so ist, wird man häufig enttäuscht. Darum versuche ich möglichst unvoreingenommen an ein neues Buch heranzugehen, aber leider gelingt mir das nicht immer. 

Meine bisher größten Enttäuschungen? Ich habe mir zum Beispiel sehr viel von "Die Rote Königin" von Victoria Aveyard versprochen und wurde maßlos enttäuscht. Genauso von "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen. Viele werden mich vielleicht auch für meine Meinung diesbezüglich verachten, aber so ist es nunmal. 

Ich schreibe meine Rezensionen wirklich danach, wie MIR das Buch gefallen hat. Manchmal habe ich, wenn oben genannte Fälle eintreten, sogar ein wenig Angst meine ehrliche Meinung abzugeben. Denn man wundert sich schon, warum man das so sehr anders sieht als die breite Masse. 

Was kann man gegen diese hohen Anforderungen tun? Seien wir mal ehrlich. Wenn wir uns nicht beeinflussen lassen würden, würden wir so einige Bücher gar nicht kennen. Denn selbst, wenn wir keine Blogs lesen, keine Verlagsseiten besuchen, keine Newsletter bekommen und uns auch von Twitter, Instagram und Facebook fernhalten würden, werden wir doch auch in der Buchhandlung beeinflusst. Entweder gibt es da den Buchhändler, der uns etwas empfiehlt. Oder das Buch wird besonders platziert. Dann gibt es Plakate, Leseproben, Flyer. Empfehlungen in den Zeitschriften der Buchhandlungen. Überall wird uns etwas empfohlen, wir werden auf etwas aufmerksam gemacht, oder oder oder. Es gibt so viele Möglichkeiten beeinflusst zu werden. Im Grunde lässt es sich nicht wirklich verhindern. Für mich ist es jedoch ein Unterschied, ob ich von EINEM Buchhändler eine Empfehlung bekomme oder ob mir 100 Buchblogger ein Buch als "lesenswert" empfehlen. Bei dem Buchhändler ist es dann eher so "nun gut, er/sie fand das Buch gut, dann kann ich es ja mal versuchen, vielleicht ist es ja was." Aber wenn so viele Stimmen auf einen einreden, denkt man sich "es MUSS gut sein". Daher versuche ich so gut es geht, keine Beiträge über Bücher zu lesen, die man wirklich häufig sieht. Inzwischen kann ich meine Erwartungen aber auch gut von Anfang an runterschrauben, weil ich weiß, dass ich schon so oft enttäuscht wurde, einfach weil ich dachte, da kommt jetzt was ganz Großes. Ich behaupte damit nicht, dass die gehypten Bücher schlecht sind oder dass man sie nicht lesen kann (was ja im Endeffekt sowieso immer noch Geschmackssache ist), sondern lediglich, dass ich sie durchschnittlich finde, ohne den großen WOW-Effekt.

Wie sieht das bei euch aus? Lasst ihr euch viel durch die Meinung anderer beeinflussen? Könnt ihr euch dann überhaupt noch gut eine eigene Meinung bilden oder fällt euch das schwer, weil ihr euch fragt, ob mit euch vielleicht irgendwas nicht stimmt? Habt ihr auch schon so Enttäuschungen erlebt oder wart ihr bisher immer derselben Meinung wie die meisten anderen? Was macht ihr, um möglichst wenig beeinflusst zu werden?

Bis bald,

eure Lisa

1 Kommentar:

  1. Hi Lisa :)

    Ich habe mich damals auch viel beeinflussen lassen und leider auch spoilern...daher lese ich nur noch Rezensionen über Bücher, die ich selbst schon gelesen habe. So habe ich mir schon einen Eindruck gemacht und konnte ohne Vorurteile an das Buch herangehen. Wenn ich das Buch schon gelesen habe und meine eigene Meinung darüber habe finde ich es sowieso viel interessanter, was andere Menschen über dieses Buch denken :)

    Ein total gehyptes Buch, dass ich überhaupt nicht leiden mag ist übrigens Twilight. ^^

    Liebste Grüße
    Ellen

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