Donnerstag, 20. Oktober 2016

Rezension: "Royal Love" von Geneva Lee


Autor: Geneva Lee
Originaltitel: Crown Me
Deutscher Titel: Royal Love
Verlag: blanvalet
Format: Broschiert
Seitenzahl: 384

Preis: 12,99€
Bewertung: 4 von 5 Sternen

Um was geht es? 

Clara sollte die glücklichste Frau auf der Welt sein: In wenigen Wochen wird sie den Mann heiraten, den sie liebt, dem sie verfallen ist mit Körper, Herz und Seele. Doch Alexanders Vater lehnt ihre Verbindung kategorisch ab, und Clara findet heraus, dass Alexander immer noch Geheimnisse vor ihr hat und sie heimlich beschatten lässt. Clara liebt Alexander, aber kann sie ihm auch vertrauen? Und ist ihre Liebe stark genug, um ihre Unabhängigkeit und ihr eigenes Leben für das Königshaus zu opfern?

Meine Meinung: 

Da es sich hierbei um eine Fortsetzung handelt, ist es mir wahrscheinlich nicht möglich, das Ganze spoilerfrei in Bezug auf die vorherigen Teile zu schreiben. Solltet ihr also die ersten beiden Bände noch nicht gelesen haben, solltet ihr vielleicht davon absehen, die Rezension zu lesen.

Nachdem ich von Teil zwei ja nicht so begeistert war, wollte ich dem dritten Teil nochmal eine Chance geben und war zugegebenermaßen positiv überrascht. Natürlich habe ich auch wieder das ein oder andere zu bemängeln, aber es gibt auch Dinge, die besser waren als vorher.

Zum einen hat mich der Band diesmal wirklich ziemlich mitgerissen, weil (neben den ganzen "Bett"-Szenen) tatsächlich auch was passiert es. Es gab Handlung. Und Spannung. Denn Claras Ex-Freund, der sie auf der Verlobungsfeier attackiert hat, ist immer noch bzw. wieder auf freiem Fuß. Das bringt einige Komplikationen mit sich, besonders in Bezug auf die Hochzeit von ihr und Alex. Außerdem merkt man diesmal einfach, dass Alex auch richtige Gefühle besitzt und nicht nur mit seinem "besten Stück" denkt, was mich in den vorherigen Teilen ziemlich genervt hat. Denn hier geht es um seine Familiengeschichte, seine Vergangenheit, die ihn durch gewisse Ereignisse wieder einholt und um seine Liebe zu Clara. Diesmal konnte man einfach mitfühlen. 

Nichtsdestotrotz kommt auch Claras nervige Naivität wieder durch. Vor allem hatte ich die ganze Zeit einen Verdacht, der sich später als wahr herausstellte. Eigentlich war es ziemlich offensichtlich, aber sie hat es einfach nicht bemerkt. Zwar war die Erklärung, dass es durch Stress untergegangen ist einerseits plausibel, andererseits habe ich mich gefragt, ob sie auch nur ein Stück Hirn besitzt.

Was mich aus diesmal wieder gestört hat, war Alex geliebter Kosename "Süße". Mag für einige belanglos und normal sein, aber ich mag es einfach nicht. Ich finde es klingt eher immer abfällig, als würde er mit einem kleinen, dummen Spielzeug sprechen anstatt mit einer erwachsenen Frau. "Süße" oder "Schätzchen" sage ich, wenn ich mit Leuten spreche, denen ich zum fünften Mal dieselbe simple Sache erklären muss. Ich mag's einfach nicht. 

Auch als störend habe ich mal wieder diese unpassenden Sexszenen empfunden. Nicht, dass alle unpassend gewesen wären, aber teilweise dachte ich mir echt einfach "wer zur Hölle hat in so einer Situation Lust auf Sex?!". Ich weiß ja nicht, ob Clara nymphomanisch veranlagt ist, aber wie schnell sie auf Alex reagiert, wenn er sie nur anguckt, sorry, aber bei aller Liebe, das halte ich für sehr unrealistisch. 

Das waren halt einfach so Kleinigkeiten, die diesmal zum Glück in dem Buch nicht überwiegend vorhanden waren, denn die Spannung war greifbarer. Das hat es auch wett gemacht und dafür gesorgt, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. 

Ich muss wohl sagen, dass es einige Tippfehler gab und es teilweise sehr grottig übersetzt war. Ich schiebe es einfach mal auf die Übersetzung, denn es kamen so gravierende Grammatikfehler vor, dass ich Kopfschmerzen bekommen habe und mich gefragt habe, wie man sowas in den Druck geben kann. Wenn sowas einmal passiert, okay. Auch Tippfehler kommen in jedem guten Buch mal vor. Aber es hat sich leider ein wenig gehäuft. Und sorry, ich hätte hier das beste Buch der Welt vor mir liegen haben können, aber solche Fehler machen einfach den ganzen Lesefluss kaputt. Dann sitzt man erst mal da und muss den Satz drei Mal lesen und denkt sich am Ende nur "Welcher Schwachkopf hat da drangesessen?"

Aber, wie schon gesagt, das waren für mich halt alles "kleine" Kritikpunkte, die die Story an sich wieder rausholen konnte, weshalb ich trotz allem vier Sterne vergeben habe. Und nachdem ich für den letzten Teil keine Empfehlung ausgesprochen hätte, würde ich es für diesen wieder tun.

Habt einen schönen Tag,
eure Lisa

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