Freitag, 24. Februar 2017

Rezension: "Angelfall - Tage der Dunkelheit" von Susan Ee


REZENSIONSEXEMPLAR zur Verfügung gestellt vom Heyne-Verlag


Autor: Susan Ee
Originaltitel: Angelfall - World After
Deutscher Titel: Angelfall - Tage der Dunkelheit
Verlag: Heyne-Verlag
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 448
Preis: 9,99€
Bewertung: 4 von 5 Sternen

Um was geht es? 

Kaum hat Penryn ihre kleine Schwester Paige aus dem Hauptquartier der Engel in San Francisco befreit, wird diese erneut entführt. Und so muss sich Penryn in den rauchenden Trümmern der Stadt erneut auf die Suche nach Paige machen. Dabei findet sie heraus, welch finstere Pläne die Engel wirklich verfolgen. Ihre letzte Hoffnung ist der gefallene Engel Raffe, der jedoch vor der schwierigsten Entscheidung seines Lebens steht: Soll er auf sein Herz hören und Penryn helfen, oder soll er versuchen, seine Flügel zurückzubekommen?

Meine Meinung: 

"Angelfall - Tage der Dunkelheit" ist eines dieser Bücher, die beim Lesen sehr leicht von der Hand gehen. Es hat Spaß gemacht, es zu lesen und ich wollte es eigentlich gar nicht aus der Hand legen, wäre da nicht die Arbeit gewesen, die mich immer wieder gestört hat ;D  Man wollte einfach immer wissen, wie es weitergeht.
Was ich an dem Buch auch sehr mag, ist, dass die Kapitel recht kurz gehalten sind. Ich lese gerne Kapitel zu Ende, bevor ich das Buch zur Seite lege und mag es daher nicht, wenn sie sich endlos ziehen. Außerdem finde ich trägt so etwas auch dazu bei, dass sich das Buch halt schnell lesen lässt. Und man ist eher versucht zu sagen "ach, ein Kapitel geht noch" und dann noch eins und noch eins und hoppla, schon ist man am Ende.

Dieser Teil hier war weniger blutig als der erste Teil. Zwar immer noch brutal, aber ich habe den ersten Teil als wesentlich blutiger und brutaler empfunden. Wer genau das mag, wird jetzt vermutlich enttäuscht sein, aber ich persönlich fand es so ganz angenehm zu lesen. Bin eigentlich nicht so der Fan von abgetrennten Körperteilen usw., aber wenn das Buch wirklich gut geschrieben ist (so wie hier und auch der erste Teil), dann kann ich ganz gut über sowas hinweglesen.

Was mich hier ein wenig gestört hat, zumindest etwa 3/4 des Buches, war, dass es nicht nur weniger Blut gab, sondern auch weniger Raffe. Es wäre schön gewesen, wenn er mehr körperlich anwesend gewesen wäre. Er war zwar irgendwie präsent, weil er immer in Penryns Kopf war, aber ich fand's direkt wieder besser, als er wirklich da war. Außerdem gefallen mir diese mehr oder weniger heimlichen Gefühle zwischen den beiden. Ich finde, dass das hier gut rübergebracht wird, nicht so übertrieben dargestellt wie bei manch anderen Büchern mit heimlichen Liebeleien. Es ist nicht so, als wäre es nicht offensichtlich, aber hier hat man nicht direkt so das Gefühl, dass die beiden eh ein Paar werden. Ich bin mir eher noch nicht sicher, wie es weitergehen wird. Ich bin mir nicht mal sicher, ob beide das Ende überleben werden, was mich auch sehr neugierig auf den dritten Teil macht. 

Was ich an Raffe mag, ist sein Beschützerinstinkt. Ich stehe irgendwie auf solchen Kram. Was ich dann aber noch viel besser finde, ist, dass Penryn trotzdem selber stark ist und sich verteidigen kann und auch will und nicht die Prinzessin spielt, die es zu retten gilt. Nein, sie möchte lieber die Heldin sein, die alle rettet. Sie hat eine sehr starke Persönlichkeit. Sie nimmt die Probleme gerne selbst in die Hand und lässt sich nicht bemuttern. Allerdings lässt genau das sie auch manchmal etwas kalt wirken. Ab und zu könnte sie auch mal ein wenig mehr Gefühle zulassen, auch wenn man in ihrer Situation vermutlich alles tut, um diese wegzusperren. Aber ich denke, dass das auch alles von der Vorgeschichte mit ihrer Mutter kommt. Penryn musste sehr früh lernen, stark zu sein, erwachsen zu sein.

Ich finde auch, dass dieses Buch, genau wie der erste Teil, nicht so ein Einheitsbrei ist, wie das, was man sonst so oft liest. Ich finde die Idee sehr individuell, was vermutlich auch dazu beiträgt, dass mir das Buch so gut gefällt. Es ist einfach schön, wenn man mal etwas liest, was man nicht schon 100 Mal gelesen hat.

Was ich ein bisschen schade fand, war, dass am Ende der Schwung etwas nachgelassen hat. Auch hätte ich mir einen richtigen Cliffhanger gewünscht. Man weiß zwar, dass die Geschichte definitiv noch nicht abgeschlossen ist und da noch mehr kommt bzw. kommen muss, aber es war jetzt nicht dieses "ich muss unbedingt SOFORT den nächsten Teil haben, damit ich weiß, wie es weitergeht!". Das hat mir hier etwas gefehlt, diese Neugier auf die Fortsetzung. Aber in sich geschlossen hat mir das Buch gut gefallen und kriegt von mir auch eine Empfehlung :)

Euch wünsche ich (nochmal) ein schönes Wochenende!

Eure Lisa    

 

Kommentare:

  1. Schöne Rezension! Ich habe eigentlich genau dieselben Kritikpunkte, fand das Buch aber auch super �� Ich mag die Reihe sehr und freue mich schon auf den letzten Band. Penryn und Raffe sind so niedlich:D

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  2. Dankeschön! :)
    Ich find die beiden auch süß :D
    Schön, dass ich mit den Kritikpunkten nicht alleine bin :)

    Liebe Grüße,
    Lisa

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