Dienstag, 28. Februar 2017

Rezension: "Nothing less" von Anna Todd



Autor: Anna Todd
Originaltitel: Nothing less
Titel: Nothing less
Verlag: Heyne
Format: Broschiert
Seitenzahl: 336
Preis: 12,99€
Bewertung: 4 von 5 Herzen

Um was geht es? 

Landons Leben in New York ist ein ziemliches Abenteuer, und er ist hin- und hergerissen zwischen zwei Frauen. Mit einer verbinden ihn eine lange Geschichte und viele besondere Erfahrungen. Die andere zieht ihn magisch an und fasziniert ihn auf eine Art und Weise, die ihn irritiert. Doch für wen soll er sich entscheiden? Ist es seine Geschichte, die zählt, oder sein Instinkt?  

Meine Meinung: (ACHTUNG! Spoiler für Leute, die die After-Teile 1 bis 4 noch nicht beendet haben!)



Anna Todd, wie ich sie kenne und mag. Wer die Rezension zum ersten Teil zu den beiden Büchern über Landon gelesen hat (hier nachlesen), der weiß, dass dieser mir fast gar nicht gefallen hat. Ich fand Landon total uninteressant und nervig und Annas Art zu schreiben war irgendwie nicht so, wie ich sie mochte.

In diesem Teil hat sich das Blatt Gott sei Dank gewendet. Landon hat doch Geheimnisse bzw. eine Geschichte zu erzählen. Er ist nicht mit Hardin zu vergleichen und sicher kann man auch nicht das, was die beiden durchgemacht haben, vergleichen, aber er ist auch nicht mehr der Langweiler von nebenan. Er bekommt Ecken und Kanten, ist nicht mehr ganz so ruhig und friedlich wie im ersten Teil. So gefällt er mir wesentlich besser. Ich mag keine Kerle, die nicht mal ihre Meinung sagen können. Natürlich sollten sie auch keine Arschlöcher sein, aber trotzdem muss ein Mann doch sagen können, wenn ihm was nicht passt. Und im ersten Teil hat Landon immer nur zu allem Ja und Amen gesagt, was ich ganz schrecklich fand. Und wenn man vorher die Story über Hardin und Tessa gewohnt ist, kommt er nochmal so langweilig rüber. Aber wie gesagt, hier war es anders.

Außerdem wird Nora als Person wesentlich interessanter. Man lernt sie besser kennen und auch sie trägt ein Geheimnis mit sich herum, das sie nicht preisgeben möchte, das aber nach und nach in der Geschichte aufgelöst wird. Gerade das bringt etwas Spannung in das Buch. Es geht eben nicht mehr nur um Sex oder Landons sonst sehr langweiliges Leben, es geht um das richtige Leben und um das Päckchen, das jede einzelne Figur zu tragen hat.

Dakota, Landons Ex, wird mir immer unsympathischer. Ich habe auch kein bisschen Mitleid mit ihr. Sie ist eine elende, besitzergreifende Zicke, die ich absolut nicht ausstehen kann. Sie versucht, allen vorzuschreiben wie sie sich zu verhalten haben, mit wem sie sich treffen dürfen und mit wem nicht. Das geht gar nicht.

Man erfährt im Übrigen auch endlich, wen Landon denn jetzt eigentlich heiratet. Eigentlich war es für mich offensichtlich, sobald ich mit den Büchern über ihn begonnen hatte, aber bei After war es noch ganz und gar nicht offensichtlich.

Aber ich muss trotzdem sagen, dass ich Landon manchmal gerne angeschrien hätte, er solle sich endlich mal entscheiden, was er will. Ich mag diese "Oder doch, oder nicht?"-Menschen nicht. Man muss doch auch mal klare, eindeutige Entscheidungen im Leben treffen und nicht immer schwanken oder seine Entscheidungen dann doch anzweifeln. Natürlich hat jeder Mensch mal Zweifel, ob das, was er getan hat, richtig war, aber hier nimmt das ein bisschen Überhand und das stört mich ein wenig.

Man bekommt hier einen besseren Einblick in die Beziehung von Landon zu seinem Stiefbruder Hardin und ich finde es schön, wie sich das zwischen den beiden entwickelt hat. Wenn ich da mal an die Anfänge zurückdenke... So ist es viel harmonischer, aber trotzdem fehlt der Biss zwischen den beiden nicht. Wie auch, schließlich geht es hier mitunter um Hardin ;)

Wundert euch im Übrigen bitte nicht über die Fingertatschen auf dem Buch. Irgendwie haben diese Bücher eine magische Anziehungskraft dafür und ich bekomme sie einfach nicht mehr weg. Schlechte Idee, sie mit eingecremten Händen zu lesen.

Mir hat das Buch im Gesamten wesentlich besser gefallen als der erste Teil und es bekommt deshalb 4 Herzen. 

Eure Lisa

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