Sonntag, 26. März 2017

Rezension: "Die Verschworenen" von Ursula Poznanski




Autor: Ursula Poznanski
Titel: Die Verschworenen
Verlag: Loewe-Verlag
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 464
Preis: 9,95€
Bewertung: 5 von 5 Herzen

Um was geht es? (ACHTUNG! Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil einer Trilogie, weshalb der Klappentext und die Rezension Spoiler enthalten könnten!)

Ria und ihre Freunde sind aus den Sphären geflohen. In der Stadt unter der Stadt finden sie zwar Zuflucht, doch bald zeigt sich, dass auch hier ihr Überleben gefährdet ist. Während Aureljo seine Rückkehr in die Sphären vorbereitet, sucht Ria nach Jordans Chronik und findet Fragmente, die sie nicht zur Gänze deuten kann. Als Lichtblick erweist sich in dieser Zeit ihre Freundschaft zu Sandor, mit dem sie immer wieder kurze Ausflüge an die Oberfläche unternimmt und dessen Zuneigung ihr täglich mehr bedeutet. Doch dann wird Sandor Clanfürst in der unterirdischen Stadt, und mit einem Schlag ist alles anders. Ria sieht sich gezwungen, gemeinsam mit Aureljo in die Sphären zurückzugehen, auch wenn diese Entscheidung sie das Leben kosten könnte.

Meine Meinung:

Leider ist es schon wieder eine ganze Weile her, dass ich den ersten Teil gelesen habe, aber im Vergleich kann ich trotzdem sagen, dass mir Teil 2 besser gefallen hat. Auch, wenn ich Teil 1 schon gut fand, aber dieser hier war einfach unglaublich spannend, lies sich super fließend lesen und hat Lust auf mehr gemacht.

Außerdem ist Ria eine sehr sympathische Protagonistin. Bisher habe ich an ihr nichts auszusetzen (zumindest in diesem Teil, ich weiß nicht mehr, wie es im ersten war). Ich habe sehr oft Phasen, wo mir der Protagonist eines Buches einfach aus irgendeinem Grund auf die Nerven geht. Sei es, weil er zu todesmutig ist, zu schwach, dauernd jammert, zu eifersüchtig, zu arrogant oder sonst was. Aber hier? Nichts. Ria ist super. Ich finde, sie trifft die richtigen Entscheidungen im richtigen Moment und ihre Handlungen sind absolut nachvollziehbar. Außerdem ist es spannend, ihre Gedankengänge zu verfolgen, weil sie ein sehr kluger Kopf ist.

Die Entwicklungen in der Geschichte finde ich klasse. Nichts, womit ich auch nur annähernd gerechnet hätte. Eigentlich finde ich sogar, dass man die ganze Zeit ziemlich planlos ist und der Geschichte gespannt folgt, weil man nie weiß, was passiert und natürlich auch wissen will, warum genau die fünf Studenten getötet werden sollten bzw. immer noch sollen. In diesem Teil erfährt man, wieso alles so gekommen ist. Und wie gesagt, ich habe mit vielem gerechnet, aber damit definitiv nicht. An sowas hätte ich gar nicht gedacht und darum finde ich die Idee der Autorin umso kreativer. Das ist wirklich etwas, was ich noch nicht gelesen habe und daher alles andere als langweilig.

Da ich es immer schwierig finde, eine Fortsetzung zu rezensieren, ohne zu viel zu verraten, will ich eigentlich auch gar nicht viel mehr dazu schreiben. Ihr sollt nur wissen, dass ich durchweg begeistert war und mich wirklich frage, was jetzt im letzten Teil der Trilogie noch passieren kann. Wobei ich so ein bisschen ahne, in welche Richtung es gehen könnte. Allerdings hoffe ich dann, dass es sich nicht zieht. Ein bisschen habe ich Angst, dass der letzte Teil, der auch mal eben über 500 Seiten hat, den guten zweiten Teil zerstören könnte. Ich hoffe, die Autorin behält das gewohnt gute Niveau bei. Oft sind es bei Trilogien ja die zweiten Teile, die als Lückenbüßer herhalten müssen und daher schlechter sind als die ersten Teile, selten habe ich es, dass mir ein zweiter Teil richtig gut gefällt. Und wenn doch, ist es nun mal leider häufig so, dass der letzte Teil dann nicht gut wird. Ich lasse mich überraschen und werde euch berichten. Bisher würde ich euch die Trilogie jedenfalls bedenkenlos ans Herz legen!


Habt einen guten Start in die neue Woche!

Eure Lisa

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