Freitag, 26. Mai 2017

Rezension: "Flitterwochen" von Anne Hertz


Autor: Anne Hertz   
Titel: Flitterwochen
Verlag: Knaur
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 320
Preis: 8,99€
Bewertung: 5 von 5 Herzen

Um was geht es?

„Ob mich Jan für völlig gaga hält, wenn ich ihm erzähle, dass die Hochzeit unbedingt zur Osterzeit im Ausland stattfinden muss, weil mir das so geweissagt wurde? Wobei – vielleicht sind Polen ja generell abergläubisch …“
Ihre Flitterwochen hatte sich Tine ganz anders vorgestellt: Statt mit ihrem Mann im Flieger auf die Seychellen zu sitzen, wird sie kurz vor ihrer Hochzeit entführt – von einer 89-jährigen Oma, die Urne von Opa Heinzi unterm Arm. Ehe Tine weiß, wie ihr geschieht, ist sie auf der Flucht vor der Polizei und kutschiert Oma Strelow nach Polen, wo diese gedenkt, die Asche ihres geliebten Mannes im Meer zu verstreuen …

Meine Meinung:

Wer sich über die Macken im Cover wundert, dem sei gesagt: Nicht ich habe dieses Buch so zugerichtet, es handelt sich um ein Mängelexemplar.

Ich habe die Bücher von den Schwestern, die Anne Hertz „bilden“, immer schon gerne gelesen. Und da ich erst vor kurzem „Die Arena“ von Stephen King beendet hatte, brauchte ich danach etwas Lockeres, Leichtes, Lustiges. Und genau das erwartet einen hier:
Mit viel Humor erzählen die Autorinnen hier eine Geschichte, die einen im wahren Leben absolut aus der Fassung bringen würde. Okay, im normalen Leben ist die Wahrscheinlichkeit, dass einem das passiert, was Tine hier passiert ist, auch sehr gering. Zeitweise war es natürlich etwas überzogen, aber ich denke, das ist gerade das, was diese Bücher ausmacht. Den Hang zum leichten Drama, das witzig rübergebracht wird. Trotzdem kam, wie immer, auch hier die Liebe nicht zu kurz. Zum Teil geht einem richtig das Herz auf.

Was ich ganz gut fand, war, dass die Autorinnen hier mit viel Witz und Charme auch die Problematik von Vorurteilen eingebracht haben. In diesem Fall hier die gegenüber Polen und Deutschen. Wer hat es nicht schon oft gehört? Bei Polen wird gestohlen und die Deutschen sind alle Nazis. In etwa das wird hier gut rübergebracht, allerdings so, dass man sieht, dass es kompletter Schwachsinn ist.

An sich ist der Faden in der Geschichte wie so oft der: Eigentlich glücklich vergebene Frau lernt jemanden kennen, mit dem sie sehr viel erlebt und stellt dann fest, dass sie doch gar nicht so glücklich ist. Bei diesem Mann hier wundert mich das allerdings auch nicht, mit dem hätte ich es keine Woche ausgehalten. Auch spielen hier die Nebenfiguren eine große Rolle, denn ohne sie wäre die Geschichte nur halb so lustig.

Um mich von dem doch etwas härteren Tobak von Stephen King abzulenken, war dieses Buch hier jedenfalls ideal. Es ging leicht von der Hand, hat gute Laune gemacht und ganz nebenbei das Herz ein wenig zum Schmelzen gebracht. Und ich finde, gerade bei diesem Wetter machen solche Bücher unheimlich Spaß (Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber hier ist richtiges Sommerwetter! Strahlender Sonnenschein und 28 Grad)!

Ich freue mich jedenfalls auf noch mehr Bücher von Anne Hertz und werde vermutlich nie aufhören, diese Romane zu lesen. Nicht sehr anspruchsvoll, aber trotzdem was für die Seele.

Habt ein schönes Wochenende, ihr Lieben!

Eure Lisa

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